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SEKIS Selbsthilfe Kontakt und Informations Stelle
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Aufnahme in die SEKIS Selbsthilfe-Datenbank

 

SEKIS dokumentiert Informationen über Selbsthilfegruppen in Berlin.

Die Datenbank ist Grundlage für die Beratung und Vermittlung in bestehende Selbsthilfegruppen. Sie ist um so hilfreicher, je aktueller und vollständiger die Angaben sind.

Gruppen, Selbsthilfeorganisationen und selbst organisierte Initiativen können unter klaren Bedingungen aufgenommen werden.

Falls Sie noch nicht erfasst sind, bitten wir Sie um Zusendung aussagekräftiger Informationsmaterialien.

Für die Aufnahme in die Datenabk muss ein Fragebogen ausgefüllt werden.

Die schriftliche Fassung des Fragebogens finden Sie hier.

 

Falls Sie Änderungen am Datensatz wünschen können auch einen schriftlichen online-Fragebogen ausfüllen.
Dafür schicken Sie eine Mail an

sekis@sekis-berlin.de

Sie erhalten dann eine Kenn-Nummer mit der sie online antworten können.

Wir prüfen, ob Ihr Angebot in die Datenbank passt und behalten uns die Dokumentation entsprechend der mit den Kontaktstellen vereinbarten Kriterien vor.

Kriterien für die Aufnahme sind folgende:

Selbsthilfegruppen in der SEKIS - Datenbank
Anforderungen an eine Aufnahme in die Datenbank

Dokumentiert werden in erster Linie Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen:

 

  • Die Gruppenaktivitäten sind auf die gemeinsame, eigenverantwortliche Bewältigung von Problemen, Krankheiten oder/ und psychischen Schwierigkeiten der Gruppenmitglieder gerichtet.
  • Das Selbstverständnis als Selbsthilfegruppe sollte als bedeutsamer Aufgabenschwerpunkt der Gruppe erkennbar und näher konkretisiert sein.
  • Die Selbsthilfegruppe sollte vor allem im Interesse von Betroffenen für Betroffene agieren 

(es werden keine Initiativen zur Unterstützung professioneller oder institutioneller Interessen erfasst)

  • Die Gruppengröße sollte mindestens sechs Mitglieder haben. 

(zu kleinen Gruppen fehlt oft die Kontinuität und Verbindlichkeit für eine öffentliche Dokumentation, die einen möglichen Beratungsbedarf nach sich zieht)

  • Die Gruppenarbeit muss verlässlich und kontinuierlich durchgeführt werden
    (es sollen keine „Eintagsfliegen“ erfasst werden)
  • Eine formale rechtliche Organisationsform (z.B. Verein) ist nicht erforderlich.
  • Die Selbsthilfegruppe muss für neue Mitglieder offen sein 

(z.B. durch die öffentliche Bekanntgabe des Selbsthilfe-Angebots. Eine zeitweilige Begrenzung auf eine feste Zahl von Mitgliedern ist möglich. Eine dauerhafte Begrenzung jedoch nicht. Dann würde eine Veröffentlichung keinen Sinn machen).

  • Die Gruppentreffen müssen öffentlich sein.

Nur dann, wenn ein konkreter Treffpunkt (mit Ort und Zeit) und eine konkrete Erreichbarkeit genannt sind, kann die Gruppe als Selbsthilfegruppe verzeichnet werden.

(private oder sehr seltene Treffen werden nicht erfasst)

  • Die Gruppe muss verbindlich für die Kontaktstelle erreichbar sein.

(Die Gruppe kann beschließen, keine privaten Adressen für die Datenbank zur Verfügung zu stellen, dann muss aber für die interne Kommunikation eine verbindliche  Ansprechperson benannt werden. Die Informationen werden dann intern geführt)

  • Virtuelle Gruppen und Foren werden nur dann aufgenommen,

    wenn ausreichend ersichtlich ist, dass es sich tatsächlich um ein Austauschforum Betroffener handelt und die notwendige Transparenz zu den verantwortlichen Akteuren und Finanziers hergestellt wird.
  • Selbsthilfegruppen werden nicht von professionellen Helfern

    (z. B. Ärzten/innen, Therapeuten/innen, Psychologen/innen) geleitet, sondern von den Betroffenen selbst getragen.

(temporäre Anleitung bzw. Begleitung sind natürlich möglich)

  • Selbsthilfegruppen werden erst vollständig dokumentiert, nachdem das erste Gründungstreffen stattgefunden hat. Bis dahin wird der Eintrag mit dem Hinweis „Gruppe in Gründung“ als Suchanzeige geführt und erscheint in der Liste „Betroffene suchen Betroffene“.
  • Thematisch werden keine Einschränkungen gemacht.

Ausnahmen: Pädophilie, Sado-Maso-Gruppen, parteipolitisch agierende Gruppen, rassistische Initiativen, religiöse Missionierung

 

  • Es werden keine kommerziellen, gewerblichen Angebote oder professionell begleitete Gruppen erfasst

(keine Therapiegruppen, Gruppen mit dauerhafter z.B. spzialpädagogischer oder therapeutischer Anleitung)

  • Gruppen werden gebeten, anfallende Kosten zu benennen.

Für die Förderung der interkulturellen Selbsthilfe bitten wir um Mittelung darüber, ob verschiedene Sprachen in der Gruppe gesprochen werden.

  • Es wird erwartet, dass Gruppen und Selbsthilfeorganisationen offen legen, wenn sie von Fachverbänden, Berufsgruppen oder Wirtschaftsunternehmen unterstützt werden. 

Beratergremien und Fachbeiräte sollten transparent gemacht werden.

  • Fachverbände, fachliche Interessenverbände, die auch eine oder mehrere Selbsthilfegruppen unterstützen, gelten deswegen nicht als Selbsthilfeorganisation.

 


 

Wichtiger Hinweis zur Referenzdatenbank für die Kassenförderung

 

Die Leitlinien der Selbsthilfeförderung nach § 20c SGB V sehen vor, dass nur solche Gruppen und Selbsthilfeorganisationen durch die Gesetzlichen Krankenkassen gefördert werden, die offen und für neue Mitglieder zugänglich sind.

Das heißt, Interessierte müssen die Gruppen finden und aufsuchen können. Ein Kriterium, wie diese Zugänglichkeit erreicht werden kann, ist die öffentliche Information über die Existenz und Erreichbarkeit der Selbsthilfegruppe in einer Referenzdatenbank. SEKIS ist die Referenzdatenbank für die Berliner Selbsthilfe.

Für die Aufnahme in die SEKIS Datenbank gelten die oben genannten Aufnahmekriterien.

Für die Aufnahme in die Referenzdatenbank für Gruppen, die nach § 20c SGB V durch die Krankenkassen gefördert werden möchten, ist ebenfalls der beiliegende

 

Fragebogen

ausfüllen.

Außerdem gelten für die Kassenförderung in jedem Fall folgende Kriterien:

 

1          Kriterien der Leitsätze der Kassenförderung müssen erfüllt sein
            (Was ist Selbsthilfe) 

2          Die Gruppe muss öffentlich, erreichbar für Interessierte sein.

              Das bedeutet

                   a.      keine Privattreffen
                   b.      Angaben zum realen Ort der Gruppentreffen
                   c.      Angaben zur konkreten Zeit der Gruppentreffen
                   d.      Nennung einer der Gruppe zugehörigen Kontaktperson
                            (die personenbezogenen Daten können vertraulich intern
                            in der Datenbank dokumentiert werden, so dass nur SEKIS
                            diese einsehen kann)
                   e.      Keine pauschale Angaben zur Erreichbarkeit über die
                            Geschäftsstelle eines Verbandes

3          Keine professionellen Angebote oder dauerhaft begleitete Gruppen

4          Keine Angebote zur Gesundheitsförderung, Rehabilitation,
            Heilbehandlung oder Sport.

5          Vollständig ausgefüllter Fragebogen, den Sie online ausfüllen können.

6          Schriftliche Erklärung zum Datenschutz

SEKIS benötigt für die Gewährleistung der Vorgaben des Datenschutzes aber auch eine mit Unterschrift versehene schriftliche Version, in der Sie bestätigen, welche personenbezogenen Informationen SEKIS wie speichern darf.

 

Bitte senden Sie den Fragebogen an

SEKIS | Bismarckstr. 101 | 10625 Berlin

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an   

Brigitte Meier-Obi                                Tel       030 890 285 33                  Mail:     sekis@sekis-berlin.de

Vielen Dank für Ihre Mitarbeit und Ihr Verständnis.

Das SEKIS Team

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