Ausschreibung des Integrationsbeirates
„Berliner Gesundheits- und Pflegeeinrichtung interkulturell öffnen“
Am 16. November 2006 wird der Landesbeirat für Integrations- und Migrationsfragen den diesjährigen Berliner Integrationspreis vergeben. In diesem Jahr soll der Preis an eine Berliner Gesundheits- oder Pflegeeinrichtung verliehen werden, die die Qualitätskriterien interkultureller Öffnung in ihrem Profil berücksichtigt und in ihrer praktischen Arbeit umsetzt.
Das Preisgeld in Höhe von 5.000 € stellt der Beauftragte für Integration und Migration des Senats von Berlin, Günter Piening, zur Verfügung.
Die interkulturelle Öffnung der Organisationen und Institutionen dieser Gesellschaft ist ein grundsätzliches integrationspolitisches Ziel. Es bedeutet, dass allgemein zugängliche Dienste und Einrichtungen von Migrantinnen und Migranten in gleicher Weise genutzt werden können. Diese Art der Kundenorientierung ist auch für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen anzustreben.
Das Prinzip der Chancengleichheit von Migrantinnen und Migranten bei der Nutzung der Angebote der medizinischen und pflegerischen Versorgung stellt eine Querschnittsaufgabe dar. Seine Verwirklichung setzt vor allem Vorkehrungen im Bereich der Personal– und Organisationsentwicklung voraus, eine bedürfnisgerechte Ausgestaltung der Angebote sowie die Sicherstellung einer angemessenen sprachlichen Verständigung. Darüber hinaus spielt eine auf die Zielgruppen hin ausgerichtete Öffentlichkeitsarbeit sowie die Kooperation mit migrantenbezogenen Diensten und mit Migrantenorganisationen eine wichtige Rolle.
Bewerben können sich Berliner Gesundheits- und/oder Pflegeeinrichtungen,
die ihr Konzept der interkulturellen Öffnung bereits umgesetzt haben und seit mindestens einem Jahr praktizieren, oder die sich noch in einer mehrjährigen Implementierungsphase befinden, aber ihre Migrantenzielgruppen bereits erreicht haben.
Die Ausschreibung richtet sich an stationäre oder ambulante Einrichtungen sowie an Beratungsdienste, die ein allgemein zugängliches Angebot sowohl für die Mehrheitsbevölkerung als auch für Migrantinnen und Migranten anbieten. Es soll sich also nicht um spezielle Angebote nur für Migrantinnen und Migranten handeln. Die Angebote sollen sich direkt an die betroffenen Zielgruppen wenden, nicht an Fachkräfte oder Multiplikatoren.
Besonderes Interesse besteht an Konzepten, die alle wesentlichen Aspekte der interkulturellen Öffnung in stimmiger Weise verbinden oder an solchen, die einen besonders dringenden Bedarf abdecken.
Bewerbungen, verbunden mit einer detaillierten und aussagekräftigen Beschreibung des Konzeptes zur interkulturellen Öffnung und dessen Umsetzung in der Gesundheits- oder Pflegeeinrichtung (maximal 5 DIN-A-4 Seiten) sind per E-Mail einzureichen beim
Beauftragten für Integration und Migration des Senats von Berlin
IntMig Z 3
Stichwort: Integrationspreis 2006
Robin.Schneider@auslb.verwalt-berlin.de
Einsendeschluss ist der 4. Oktober 2006.
Weitere Informationen zum Preis erhalten Sie unter der Telefonnummer 9017-2356.
Eine vom Integrationsbeirat ernannte Jury wählt den Preisträger aus. In der Jury sind vertreten:
Frau Ebertowska Polnischer Sozialrat e.V.
Herr Gleißner Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.
Frau Dr. Deininger Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz
Der Integrationspreis 2006 wird im Rahmen des Integrationstages 2006 am 16. November 2006 in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstr. 32, 12049 Berlin vergeben.
Rückfragen: Dr. Robin Schneider. Tel. 90 17-23 65
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