
Unterstützung der Ansätze von niedrigschwelliger Betreuung und Pflegeengagement
Gemeinsam für mehr Lebensqualität für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige
sowie Projekten im Bereich Pflegeunterstützung
Wir stärken Projekte für freiwilliges Engagement und Selbsthilfeinitiativen im Umfeld von häuslicher Pflege
Das Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung ist ein neues gesamtstädtisch ausgerichtetes Angebot für pflegeunterstützende Dienste. Vorhandene und neue Strukturen im Bereich der flankierenden Pflege werden begleitet und weiterentwickelt. Ziel ist es, die Bedürfnisse von Menschen mit erheblichem allgemeinem Betreuungsbedarf, von Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen besser abzudecken.
Grundlage der Förderung für diese Dienste ist die Soziale Pflegeversicherung (hier §§ 45 c und d SGB XI).
Dienste zur Pflegeunterstützung sind zum einen niedrigschwellige Betreuungsangebote speziell für Menschen mit demenzieller oder psychischer Erkrankung oder geistiger Behinderung. Zu diesen Angeboten zählen unter anderem Betreuungsgruppen und Helferkreise zur stundenweisen Entlastung der Angehörigen sowie Agenturen zur Vermittlung von Betreuungsleistungen und Familien entlastende Dienste. Die allgemeinen und qualitativen Voraussetzungen der Angebote sind in der Pflegebetreuungsverordnung von Berlin (PBetreuVO) geregelt.
Neu sind die zwölf Kontaktstellen PflegeEngagement in den Berliner Bezirken, deren Ziel die Förderung von Strukturen des freiwilligen Engagements und der Selbsthilfe ist. Dabei helfen sie beim Auf- und Ausbau erstens von Gruppen ehrenamtlich tätiger sowie zum bürgerschaftlichen Engagement bereiter Personen und zweitens von Selbsthilfegruppen und -organisationen. Die Zielgruppen sind hier erweitert um die Pflegebedürftigen, die keinen allgemeinen erheblichen Betreuungsbedarf aufzeigen.
Als Angebote kommen beispielsweise Gruppen ehrenamtlich tätiger Personen, die Pflegebedürftige oder deren Angehörige im Sinne einer Pflegebegleitung (z.B. Besuch, Zuhören, Weitergabe von Informationen über Unterstützungsangebote) unterstützen oder Selbsthilfe-Initiativen von Pflegebedürftigen oder Angehöriger zum Austausch von Erfahrungen oder hilfreicher Informationen.
Durch das Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung soll die Zusammenarbeit innerhalb der Engagementstrukturen in diesem Bereich organisiert und begleitet werden. Über die Vernetzung hinaus werden die Projekte und Träger bei der Qualitätssicherung und der Herstellung von Transparenz unterstützt. Ferner wird die fachpolitische Weiterentwicklung berücksichtigt.
Aktuelle Erkenntnisse und Empfehlungen aus der Praxisforschung werden für die Entwicklung neuer Ansätze den Projekten und Trägern regelmäßig zur Verfügung gestellt bzw. ein Austausch darüber in Fortbildungsangeboten und Workshops angeregt.
Um die Qualität der Angebote für die Pflegebedürftigen und deren pflegende Angehörige sicher zu stellen, werden Standards und Instrumente mit den Projekten diskutiert und implementiert. Die Bedarfe der Projekte bezüglich Arbeitshilfen z.B. zur Dokumentation und Informationen werden berücksichtigt. Die Evaluation der Angebotsstruktur wird konzeptionell durch das Kompetenzzentrum ebenfalls initiiert und unterstützt.
Ziel ist es weiterhin, eine transparente und nutzerfreundliche Übersicht der pflegeflankierenden und unterstützenden Angebote, die es in Berlin gibt, zu erstellen und über bekannte Informationswege (hilfelotse.de, berlin.de, etc.) und verstärkte gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, die die Erreichbarkeit der Zielgruppen berücksichtigt, zugänglich zu machen. Sowohl Betroffene als auch pflegende Angehörige werden über wohnortnahe Angebote umfangreich und angemessen informiert.
Hierfür tragen die Mitarbeiterinnen des Kompetenzzentrums wesentliche Informationen zusammen und sorgen für deren Aktualität. Die einzelnen Projekte und Träger können Veränderungen in ihren Angeboten über das Kompetenzzentrum zusätzlich bekannt geben.
Wichtige Partner des Kompetenzzentrums sind die Pflegestützpunkte, die Fachstelle für Pflegende Angehörige, Stadtteilzentren, Nachbarschafts- und Mehrgenerationenhäuser, Freiwilligenagenturen, u.v.m.
Den Flyer zum Zentrum können Sie hier herunterladen.
Bismarckstraße 101
10625 Berlin
Projektkoordination:
Silke Migala, M.Sc.
Tel: (030) 890 285 36
Fax: (030) 890 285 40
E-Mail migala@sekis-berlin.de
Absehbar verfügbar:
www.pflegeunterstuetzung-berlin.de

Die Broschüre mit grundlegenden Informationen zur Gründung von Selbsthilfegruppen ist neu...
jeden 1. und 3. Do im Monat 16 - 18 Uhr bei SEKIS
Anmeldung Tel. 8902 85-33
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