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Konzept und Weiterentwicklung der Stadtteilzentren

Stadtteilzentren als Verbundstrukturen von Nachbarschaftseinrichtungen und Selbsthilfekontaktstellen sind ein zentrales Element der sozialen Infrastruktur in Berlin.Anlässlich einer Anhörung im Ausschuss für Integration, Berufliche Bildung und Soziales des Abgeordnetenhauses von Berlin am 01.11.2007

 

zur „Situation und Entwicklung der Nachbarschaftszentren“ 

haben Herr Dr. Löhnert als zuständiger Koordinator für die Vertragsumsetzung

und Dr. Herbert Scherer als Geschäftsführer des zuständigen Dachverbandes der Nachbarschaftsheime folgende Beiträge formuliert:

 

Dr. E. Löhnert - Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin:

 

"Der 2. Folgevertrag zwischen den Senatsverwaltungen für Integration Arbeit und Soziales sowie Bildung, Forschung und Wissenschaft mit dem PARITÄTISCHEN in den Jahren 2005-2007 wird erfolgreich umgesetzt.

 

Die entstandenen flexiblen Strukturen von Nachbarschaftszentren und Selbsthilfekontaktstellen erweisen sich im Alltagsleben für die Bürgerinnen und Bürger als eine zeitgemäße, moderne Infrastruktur, die sich bestens dazu eignet, zivilgesellschaftliches Engagement und lokale soziale Netzwerke zu entwickeln, zu fördern und dienstleistend zu unterstützen.

 

Berlin kann heute auf einer leistungsfähigen, gut funktionierenden und bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt akzeptierten und immer mehr nachgefragten Infrastruktur von Stadtteilzentren aufbauen.

 

Mit dem Verband für sozial-kulturelle Arbeit, mit SELKO e. V. und den gesamtstädtischen Projekten SEKIS und „Treffpunkt Hilfsbereitschaft“ sowie mit dem PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Berlin verfügen die Stadtteilzentren über Dach- bzw. Fachverbände, die als Plattform für fachlichen Austausch, für Zusammenarbeit und Kooperation sowie Qualitätssicherung immer wirksamer werden, erfolgreich zusammen arbeiten und noch über weitere Synergiepotenziale verfügen.

 

Im Einzelnen wird auf folgende Entwicklung im Vertragszeitraum 2005-2007 verwiesen:

 

 

1.      Im Bewusstsein und in der Lebenswelt der Bürgerinnen und Bürger sind Stadtteilzentren eine bewährte Infrastruktur, die Rahmenbedingungen, personelle Kontinuität und dauerhafte Unterstützung für bürgerschaftliches Engagement schaffen und entwickeln.

 

Dies gilt  für die gesamtstädtisch geförderten 25 Nachbarschaftszentren und 12 Selbsthilfekontaktstellen, für die jährlich eine Fördersumme von 3.441.000 Euro bereitgestellt wird. Es haben sich weitere Einrichtungen an insgesamt 56 Standorten entwickelt, die mit unterschiedlichen Profilen generationsübergreifende Arbeit leisten.

 

Die Träger der Stadtteilzentren haben in allen Bezirken gerade in den letzten 2-3 Jahren verschiedene soziale Einrichtungen übernommen, die sich zunehmend dadurch auszeichnen, dass sie sich neben der Arbeit mit Zielgruppen verstärkt für zivilgesellschaftliches Engagement beispielhaft öffnen. Die Fähigkeit der Nachbarschaftsheime, ehrenamtliches Engagement zu mobilisieren und zu integrieren, wirkt sich hier unmittelbar und durchaus beispielhaft aus. Dies betrifft Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, der Familien-, Gesundheits- und Seniorenarbeit, sowie Projekte der Selbsthilfe und Selbstorganisation.

 

Es kann festgestellt werden:

 

Pro Jahr besuchen über 1 Mio. Bürgerinnen und Bürger die Stadtteilzentren. Diese Zahl ist kontinuierlich gewachsen und hat sich inzwischen stabilisiert.

 

Pro Jahr finden in Verantwortung der Stadtteilzentren ca. 1800 Einzelveranstaltungen sowie ca. 2500 regelmäßig wiederkehrende Gruppen- und Kursangebote statt.

 

Rund 2500 Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in Stadtteilzentren ehrenamtlich.

Nach Hochrechnungen kommt nochmals die gleiche Zahl von gewonnenen Freiwilligen hinzu, die an andere Einrichtungen vermittelt werden.

 

Bei dieser Entwicklung ist hervorzuheben, dass sich Stadtteilzentren immer mehr als Initiative von Bürgerinnen und Bürgern verstehen, indem sie ihr Profil und ihre besondere Stärke aus diesem Engagement ziehen. Im Ergebnis dieser positiven Entwicklung gestalten Bürgerinnen und Bürger die Stadtteilarbeit aktiv mit und prägen deren Aktivitäten gemeinschaftsfördernd und mit praktischem Bürgersinn. Diese Situation praktizierter Bürgernähe und Bürgerinitiative wird vom PARITÄTISCHEN nicht nur begrüßt, sondern als eines der bedeutendsten Qualitätsmerkmale sozialer Arbeit der letzten Jahre gewertet.

 

Stadtteilzentren als regional wichtige und zuverlässige Partner der Bürgerinnen und Bürger, der Politik und der Verwaltung sowie verschiedenster Institutionen und Initiativen weiterzuentwickeln, gehört zu den Hauptinhalten weiter zu entwickelnder Zielvorstellungen.

 

 

2.      Stadtteilzentren arbeiten heute intensiver als früher mit den Bezirken zusammen, um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger im lokalen Raum zu unterstützen. Dies schließt bei der Mehrzahl der Einrichtungen die zielstrebige und bewusst forcierte interkulturelle Öffnung ein

 

In den letzten Jahren kann positiv vermerkt werden, dass - bei aller unterschiedlicher Intensität – die Bezirke ein gestiegenes Interesse daran haben, Stadtteilzentren als lokale Partner zu stärken und sie mit verschiedensten kommunalen Anliegen und Aufgaben herauszufordern.

Dies hat zu einer Entwicklung beigetragen, bei der sich Stadtteilzentren immer stärker auch als lokale Institutionen und lokale Akteure definieren, denen nicht mehr nur an der positiven Entwicklung der eigenen Einrichtung, sondern des gesamten Stadtteils gelegen ist, und so ihre Arbeitsschwerpunkte auf den lokalen Bedarf besser ausrichten.

Das betrifft primär bürgernahe, handlungsfähige und flexible sowie differenzierter gewordene Unterstützungssysteme für Familien, besonders, um Kinder optimal zu fördern, sowie die verstärkte Zusammenarbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund und ihren Organisationen und Selbsthilfeinitiativen, um die Vielfalt der Kulturen als Bereicherung für bürgerschaftliches Engagement zu nutzen und niedrigschwellige Angebote für soziale Beratung zu verstärken.

25 Stadtteilzentren beteiligten sich 2006 an der Ausschreibung des Berliner Aktionsprogramms „Vielfalt fördern – Zusammenarbeit stärken“. Von den als „TANDEM“ zwischen Stadtteilzentren und Migranten-Initiativen angelegten Kooperationsprojekten befanden sich 7 unter 17 insgesamt ausgewählten Vorhaben. Durch diese Projekte sind wichtige Impulse für eine längerfristige Zusammenarbeit solcher „TANDEMS“ in den Regionen gegeben worden.

 

Mit Tandemprojekten haben Nachbarschaftsheime seit langem auf verschiedenen Gebieten Erfahrung.

 

Derzeit arbeiten z. B. 60 konkrete Projekte, die mit Vereinen bzw. Institutionen von Migranten zusammenwirken. Die Initiative der Stadtteilzentren und des PARITÄTISCHEN „Die Würde des Menschen ...“ hat prioritär neue Projekte gegen Fremdenhass befördert und bereichert das interkulturelle Leben in vielen Stadtteilzentren.

 

Qualitativ und quantitativ gewachsen ist das erfolgreiche Engagement der Stadtteilzentren an sozialen Brennpunkten, auf kulturellem Gebiet, in Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen sowie im Seniorenbereich.

 

Stadtteilzentren erschließen zunehmend erfolgreich die Mitwirkung älterer Bürger mit ihren Ressourcen und kreativen Potenzialen für bürgerschaftliches Engagement. In Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftsheim Schöneberg und weiteren 7 Stadtteilzentren entsteht derzeit in Berlin ein beispielgebendes Netzwerk für sozial-kulturelle Seniorenarbeit mit generationsübergreifender Ausstrahlung, das in der Perspektive flächendeckend in Berlin als Netzwerk weiterentwickelt werden soll.

 

Es bleibt ein wichtiges Ziel zukünftiger Entwicklung der Stadtteilzentren, neue und interessante Angebote der Bildung und Kultur als Schlüssel für die gesellschaftliche Integration von Bürgerinnen und Bürgern und ihrer Zukunftschancen auszubauen und aus der demografischen Entwicklung positive Schlüsse für bürgerschaftliches Engagement zu ziehen.

 

 

3.      Stadtteilzentren tragen mit ihren fachlichen Kompetenzen von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Weiterentwicklung engagementfördernder Strukturen und Netzwerke in den Berliner Stadtteilen bei.

 

Aus den Gesprächen mit verschiedensten Bezirksvertretern kann heute das sehr erfreuliche Fazit gezogen werden, dass die Mehrzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Ehrenamtlichen aus Stadtteilzentren als fachlich anerkannte und wichtige Partner bei der Entwicklung und Gestaltung gemeinwesenorientierter Konzepte gesehen wird. Hierbei wird auf eine sehr positive Entwicklung der Stadtteilzentren hingewiesen. Wachsende Anforderungen entstehen aufgrund der Tatsache, dass die heutige Komplexität gesellschaftlicher Probleme nur dann bedarfsgerechte Lösungen hervorbringen kann, wenn sich Bürgerengagement und Fachlichkeit zur Weiterentwicklung sozialer Infrastrukturen zusammentun. Dies gelingt Stadtteilzentren auf vorteilhafte Weise.

Solche positiven Ansätze gibt es auch bei der Initiierung und Gestaltung von Bürgerinitiativen, wie z. B. der „Woche gegen Sucht“ in Neuköllner Schulen, beim Bürgerhaushalt oder der Mitwirkung im Quartiersmanagement.

 

Ein besonderer Erfolg ist die Übertragung von Verfahren des Quartiersmanagements der Kategorie II und III in Friedrichshain-Kreuzberg und Spandau auf Träger der Nachbarschaftsarbeit im Jahr 2005, die diese ergebnisorientiert und kompetent in den jeweiligen Quartieren umsetzten. Weitere solcher Übertragungen sind angedacht.

In allen Quartiersgebieten arbeiten Stadtteilzentren eng mit den Trägern der Quartiersbüros zusammen und übernehmen wichtige Aufgaben und Funktionen in Bezug auf die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Die Stadtteilzentren setzen wichtige Impulse bei der Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern zur Weiterentwicklung der Regionen und Kieze und der Bewältigung sozialer Problemlagen.

Die Stadtteilzentren konnten während des Vertragszeitraumes die    Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, z. B. den Wohnungsbaugesellschaften, intensivieren. So sind erfolgreiche Kooperationsprojekte zwischen Stadtteilzentren und Wohnungsbau-gesellschaften bzw. –genossenschaften in bisher 6 Bezirken hervorzuheben (Spandau, Tempelhof-Schöneberg, Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf, Pankow und Lichtenberg). Ein weiteres aktuelles Thema für diese Kooperationen ist der Aspekt „Wohnen im Alter“.

 

Es wird auch künftig darauf ankommen, Netzwerke für eine moderne, lebendige Bürgergesellschaft weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um Netzwerke der Institutionen, sondern verstärkt um Netzwerke von Bürgerinnen und Bürgern zur Lösung vorhandener Bedarfslagen vor Ort.

 

 

·        Definition der Lücke, die vor Ort real geschlossen werden soll.

·        Weiterentwicklung eines Dienstleistungsmarktes um Nachbarschaftshilfe und Haushalt

 

4.      Zielvereinbarungen und Qualitätsentwicklung haben sich als Steuerungsinstrumente bei der Weiterentwicklung der Stadtteilzentren bewährt, weil die fachliche und innovative Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter herausgefordert wird.

 

 

Durch Zielvereinbarungen wurden bedarfsgerechte und im Kern wichtige Initiativen und Angebote in den Regionen definiert, die konkret mit den Bezirken, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern inhaltlich vor Ort erarbeitet werden und das Profil eines Stadtteilzentrums für einen längeren Zeitraum bestimmen.

 

Im Mittelpunkt der mit dem PARITÄTISCHEN vereinbarten Zielvereinbarungen der Stadtteilzentren stehen die Themen:

 

  • gemeinwesenorientierte Vernetzung in der Region (Sozialraum)
  • Methoden und Verfahren bei Ausbau der Bürgerbeteiligung
  • Integration und interkulturelle Öffnung
  • Zusammenarbeit mit Quartiersmanagement und weiteren Partnern wie Schulen, Wohnungsbaugesellschaften
  • Maßnahmen gegen Rechtsextremismus
  • Erschließung von Potenzialen älterer Bürger für Partizipation und Mitwirkung im Stadtteil sowie für generationsübergreifende Arbeit

 

Die gegenwärtigen Zielvereinbarungen mit allen Stadtteilzentren werden bis Ende 2007 in Bezug auf ihre Umsetzung schriftlich bewertet.

 

Organisierte Erfahrungsaustausche, umgesetzt zum Beispiel in Form von Kurztagungen im Rahmen der „Best-practice-Reihe“, haben sich als wesentliche Steuerungsmethoden der Weiterentwicklung der Stadtteilzentren bewährt.

 

Dazu wurden Fachtage und Fachworkshops durchgeführt, u. a.:

  • Soziale Gemeinwesen – Solidarische Stadt Berlin, Stadtteilzentren als stabile und innovative Partner für Stadtteil- und Quartiersmanagement
  • Aus Erfahrung gut - Potenziale des Alters - 
  • Perspektiven und Potenziale interkultureller Arbeit der Stadtteilzentren
  • Engagement, Beteiligung, Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern

 

Im Rahmen der „best-practice-Reihe“ Stadtteilzentren werden vom PARITÄTISCHEN in Kooperation mit dem Verband für sozial-kulturelle Arbeit, SELKO e. V. und dem Treffpunkt Hilfsbereitschaft regelmäßig praktische Arbeitshilfen für die Weiterentwicklung der Stadtteilzentrenarbeit veröffentlicht, zuletzt:

  • Stadtteilzentren als stabile und innovative Partner für Stadtteil- und Quartiersmanagement,
  • Perspektiven und Potenziale interkultureller Arbeit der Stadtteilzentren,
  • Unter einem Dach, Nachbarschaftshäuser als Brücken zwischen den Generationen,
  • Engagement, Beteiligung, Mitwirkung,

 

 

Die vom PARITÄTISCHEN unterstützte Erarbeitung fachlicher Standards für Nachbarschaftsarbeit und Selbsthilfe durch die Akteure der Nachbarschaftsarbeit und Selbsthilfe hat zu einem gewachsenen Grundverständnis und zur Vernetzung von Nachbarschaftsarbeit und Selbsthilfe beigetragen.

 

·        13 Standards wurden für alle Kernprozesse von Nachbarschaftsarbeit und Selbsthilfe durch die Akteure mit Unterstützung von Moderatoren über den PARITÄTISCHEN erarbeitet.

  • Folgende Träger der Stadtteilzentren haben zusätzlich in den Jahren 2005 bis 2007 erfolgreich am Prozess der Organisationsentwicklung nach PQSys teilgenommen: Stadtteilzentrum Steglitz e. V., Volkssolidarität e. V., Sozial-kulturelle Netzwerke Casa e. v., Moabiter Ratschlag e. V., Nachbarschaftshaus Urbanstraße e. V., Offensiv 91, e. V., Albatros e. V., Nachbarschaftshaus am Lietzensee e. V., Pfefferwerk Stadtkultur gGmbh, MUT Gesellschaft für Gesundheit gGmbH, Nachbarschaftsheim Neukölln e. V., Humanistischer Verband, Landesverband Berlin e. V., Mittendrin in Hellersdorf e. V., Ball e. V.
  • Ab 2008 werden alle Stadtteilzentren einrichtungsbezogene Standards für die wichtigsten Kernprozesse auf der Grundlage der erarbeiteten Standards und Mindeststandards erarbeiten.

 

II.                             

 

Konzeptionelle Weiterentwicklung der Nachbarschaftsheime und Stadtteilzentren

 

A) Inhaltliche Schwerpunkte und Qualitätsziele

 

Die Stadtteilzentren sollen unter fachlichen, strukturellen und qualitativen Aspekten weiter entwickelt werden.

Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Berlin und die Fachverbände für Nachbarschaftsarbeit, Selbsthilfe und Freiwilligenmanagement haben Arbeitsschwerpunkte und Qualitätsziele für die Nachbarschaftszentren und Selbsthilfekontaktstellen erarbeitet, die die aktuelle Situation des Landes Berlin aufgreifen und Impulse für zukünftige Entwicklung und Lösungen im Rahmen einer sozialen und solidarischen Stadt geben.

 

Nach Unterzeichnung eines 3. Folgevertrages Stadtteilzentren wird der PARITÄTISCHE mit den Fachverbänden und gesamtstädtisch wirksamen Projekten eine Vereinbarung für die Zusammenarbeit zu folgenden Schwerpunkten abschließen:

 

1.      Die Stadtteilzentren werden mit ihren fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen für die Bildung und Qualifizierung engagementfördernder Strukturen in den Stadtteilen beitragen. Die Nachbarschaftseinrichtungen, Selbsthilfekontaktstellen und Freiwilligenagenturen verstehen sich u. a. als fachliche Ansprechpartner der Bezirke bei der Entwicklung und Gestaltung gemeinwesenorientierter Konzepte und der weiteren gemeinwesenorientierten Öffnung von Einrichtungen sozialer Arbeit in den Bezirken. Stadtteilzentren stehen den Bezirken als Partner bei der Übertragung von öffentlichen Einrichtungen und Diensten zur Verfügung und garantieren deren sozialraumbezogene, bürgernahe  und bezirksdienliche Nutzung in enger Abstimmung mit Politik und Verwaltung.

2.      Stadtteilzentren entwickeln eine nachhaltige Zusammenarbeit mit den Schulen, um die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern und Jugendlichen zu verbessern. Sie tragen dazu bei, noch bestehende Grenzen zwischen Jugendhilfe und Schule zu überbrücken und den Schulen die Ressourcen des Stadtteils zu erschließen.
Sie nutzen ihre spezifischen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen, um die Verantwortlichkeit von Bürgerinnen und Bürgern, von sozialen  Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen für die Weiterentwicklung und Unterstützung von Schulen zu stärken.

 

3.      Die Stadtteilzentren unterstützen und fördern die bezirklichen Konzepte der  Sozialraumorientierung. Sie sind fachliche Partner für die Umsetzung der Sozialraumorientierung in den Bezirken. Sie tragen dazu bei, sozialräumlich orientierte und integrative Problemlösungsstrategien zu entwickeln und gestalten Kooperationen und Netzwerke mit Projekten, Einrichtungen und Fachdiensten im Sozialraum, um die vorhandenen Ressourcen des Sozialraumes effektiv und bürgernah zu nutzen.

 

 

4.      Stadtteilzentren stehen im Rahmen der sozialen Stadtentwicklung als starke Partner für Quartiers- und Stadtteilmanagement zur Verfügung.
Stadtteilzentren verknüpfen ihre Fachkompetenz mit stadtentwicklungspolitischen Zielen und leisten einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenschancen für die Bevölkerung. Sie entwickeln integrierte und ganzheitliche Handlungsansätze zur Stabilisierung benachteiligter Gebiete.

 

5.      Die Aktivierung der kreativen Potenziale älterer Menschen zum Einsatz für die Belange des Gemeinwesens in Verbindung mit generationsübergreifenden Ansätzen gewinnt angesichts der demografischen Entwicklung an Bedeutung. Hierbei steht Partizipation und Engagement der älteren Generation über Angebote zu nachberuflicher Tätigkeit bzw. zur Übernahme neuer sozialer Rollen im Mittelpunkt. Stadtteilzentren verbinden eine moderne, aktivierende Seniorenarbeit mit Ansätzen der generationenübergreifenden Arbeit. Sie fördern die Potenziale älterer Menschen und motivieren sie dafür, eine aktive Rolle bei der Unterstützung von Familien und sozial benachteiligten Gruppen zu übernehmen.Zu diesem Zweck verstärken und qualifizieren die Stadtteilzentren ihre Zusammenarbeit mit Projekten der Seniorenarbeit, des Ehrenamtes und des Bürgerschaftlichen Engagements.

 

 

 

B) Neue Perspektiven durch Integration weiterer Projekte

 

 

In den zukünftigen Vertrag sollen zusätzliche Projekte aus dem LIGA-Vertrag, z. B. neben Projekten der klassischen Seniorenarbeit die Projekte Treffpunkt Hilfsbereitschaft, Theater der Erfahrungen sowie möglichst das gesamtstädtische Projekt „Kreative Potenziale des Alters“ integriert werden.

 

Damit entsteht die große Chance, das Netzwerk der Stadtteilzentren zu ergänzen und gleichzeitig neue Ansätze für Projekte und Aktivitäten aufzugreifen, die die demografische Entwicklung in besonderer Weise in den Blick nehmen. Mit der schrittweisen Anbindung dieser Projekte an Stadtteilzentren entstehen bessere Bedingungen für sozialraumorientierte Netzwerke. Die noch vorhandene Zersplitterung von Projekten in den Bereichen Selbsthilfe, Ehrenamt, Freiwilliges Engagement und Nachbarschafts- bzw. Seniorenarbeit wird ein Stück weit überwunden. Insbesondere werden durch die Verbindung von Nachbarschaftseinrichtungen und Seniorenprojekten nicht nur Synergieeffekte, sondern auch neue Impulse in Bezug auf eine aktivierende und zeitgemäße Seniorenarbeit erwartet. Die weiter zu entwickelnde gesellschaftliche Mitwirkung und Bürgerschaftliches Engagement von Seniorinnen und Senioren sind dabei leitende Zielvorstellungen.

Generationenübergreifende Ansätze werden noch stärker als bisher in den Blick genommen. Die enge Zusammenarbeit von Stadtteilzentren und Seniorenprojekten wird dazu beitragen, Interesse, Engagement und Potenziale der Älteren auch zur Unterstützung von Familien oder z. B. arbeitssuchenden Menschen einzubinden. Umgekehrt kann älteren Menschen mit Behinderungen sowie Hochbetagten durch die Freiwilligendienste und Unterstützungsangebote der Stadtteilzentren das Leben im vertrauten Wohnumfeld und der Zugang zu lokalen sozialen Netzwerken erleichtert und damit im besten Fall die Vermeidung von Stationärer Pflege erreicht werden.

 

 

C)  Noch offene Fragen zur Weiterentwicklung einer zukunftsweisenden Infrastruktur für Nachbarschaftszentren in Berlin

 

 

Derzeit werden über den 2. Folgevertrag Stadtteilzentren 37 Einrichtungen an insgesamt 53 Standorten gefördert.

Hinzu kommen bezirklich geförderte Nachbarschaftseinrichtungen mit sehr unterschiedlicher regionaler Verteilung und Wirksamkeit in ausgewiesenen Stadtteilen.

 

Schritt für Schritt sollte die Sozialraumorientierung, die bereits erfolgreich im Rahmen des Quartiersmanagements und in der Jugendhilfe umgesetzt wird, auch für die zukünftige Weiterentwicklung von Strukturen der Nachbarschaftsarbeit gültig sein. Dabei geht der PARITÄTISCHE davon aus, dass im Durchschnitt ein Stadtteilzentrum, je nach bezirksspezifischen Konzepten und Rahmenbedingungen, zwischen 25.000 und 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu versorgen hat. Dieses Ziel sollte aus Sicht des PARITÄTISCHEN langfristig zu erreichen sein.

 

Das Beispiel der Bezirke Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg zeigt, wie in allen Stadtteilen sozialraumorientiert Nachbarschaftseinrichtungen etabliert werden können, die bezirklich vernetzt sind. In beiden Bezirken liegt die Einwohnerzahl pro Einrichtung zwischen 25.000 und 30.000.

Dies könnte als fortlaufender Prozess auch in anderen Bezirken umgesetzt werden.

 

Der Prozess kann aber nur gelingen, wenn die Bezirke angehalten werden, bestehende kommunale Einrichtungen, z. B. Jugend- und Seniorenfreizeitstätten im Sinne gemeinwesenorientierter Arbeit, insbesondere mit dem Ziel der Entwicklung nachbarschaftsorientierter und generationenübergreifender Ansätze, weiter zu entwickeln und dabei mit Nachbarschaftszentren zu kooperieren. Je nach dem konkreten Bedarf im Sozialraum sollte das Profil der Einrichtungen spezifisch ausgerichtet werden. Gezielte Ausschreibungen könnten den Prozess beschleunigen und dazu beitragen, dass sich aus traditionellen Einrichtungen bürgernahe und innovative soziale Zentren entwickeln. Auf den Sachverstand der lokal orientierten freien Träger, wie Nachbarschaftszentren es sind, sollte dabei nicht verzichtet werden.

 

Mit den neu hinzukommenden Mehrgenerationenhäusern in Berlin und den in den letzten Jahren erreichten Entwicklungen stellt sich die Zielstellung einer flächendeckenden, am Bedarfs des Sozialraumes ausgerichteten Struktur von Stadtteilzentren nicht mehr als illusorisch dar.

Bei vorliegender Analyse, die der PARITÄTISCHE gegenwärtig erarbeitet, sollten EU-Mittel zur Finanzierung ebenfalls eingebracht werden. Hiervon könnten besonders kleinere und bürgernahe Träger profitieren.

 

Der PARITÄTISCHE wird seine Mitgliedsorganisationen darin unterstützen, sich weiter für die Anliegen der Zivilgesellschaft zu öffnen. Der PARITÄTISCHE könnte sich vorstellen, gemeinsam mit dem Land Berlin und interessierten Bezirken eine mittel- bis langfristige Entwicklungspolitik zu konzipieren, die diesen Prozess steuert, gestaltet und in den nächsten Jahren bis 2015 realisiert.

 

 

D) Einbeziehung von ESF- und EFRE-Mitteln zur weiteren Ausgestaltung der Arbeit von Stadtteilzentren

 

 

Im Rahmen der Europäischen Strukturfonds ESF und EFRE stehen in der Förderperiode 2007-2013 zusätzliche Mittel in Höhe von jährlich 1,33 Millionen EUR zur Verfügung. Sie sollen für zusätzliche Projekte der Stadtteilzentren eingesetzt werden. Die Kofinanzierung erfolgt aus der Zuwendung Stadtteilzentren im Rahmen eines 3. Folgevertrages Stadtteilzentren.

Schwerpunkt der zusätzlichen Projekte ist die Förderung Bürgerschaftlichen Engagements unter den folgenden Aspekten:

 

  • Weiterentwicklung des berlinweiten Netzes Stadtteilzentren mit Hinblick auf bisher unterversorgte Regionen
  • Realisierung neuer Ansätze bei der Aktivierung und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern
  • Erweiterung und Verstetigung von Freiwilligenagenturen und Freiwilligendiensten
  • Verstärkte Einbindung und Partizipation von Menschen mit Behinderungen und Menschen mit Migrationshintergrund
  • Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote zur Förderung der Integration und des Zuganges in Beschäftigung insbesondere durch Angebote im Bereich der Freiwilligenarbeit und der Schaffung von Möglichkeiten zur Teilhabe  

 

Die Projekte im Rahmen EFRE orientieren auf Stärkung und Verstetigung von Netzwerken und lokalen engagementfördernden Strukturen. Zur Gewährleistung der Nachhaltigkeit werden sie perspektivisch unter dem Dach der Stadtteilzentren weiter fortgeführt.

 

ESF-Mittel sollen verstärkt für die Zielgruppen

  • Ältere Bürgerinnen und Bürger
  • Menschen in sozialen Problemlagen
  • Menschen mit Migrationshintergrund im Sinne einer Integration durch interkulturelle Angebote

eingesetzt werden.

 

Berlin, 30.10.07

Dr. Eberhard Löhnert

PARITÄTISCHER Wohlfahrtsverband Berlin"

______________________________________

 

Ausschuss für Integration, Arbeit, Berufliche Bildung und Soziales des Abgeordnetenhauses von Berlin,

Sitzung vom 1. November 2007

Anhörung zu den Themen „Situation und Entwicklung der Nachbarschaftszentren“

sowie „Konzeptionelle Weiterentwicklung der Nachbarschaftsheime und Stadtteilzentren“

 

 

Stellungnahme

des Verbandes für sozial-kulturelle Arbeit

Dr. Herbert Scherer

 

1. Der Verband für sozial-kulturelle Arbeit hat zusammen mit dem Dachverband der Selbsthilfekontaktstellen (Selko e.V.) im Dezember 1996 ein Strategiepapier erarbeitet und den Senatsverwaltungen für Soziales sowie Jugend und Sport vorgelegt. Dies Papier trägt die programmatische Überschrift „Stadtteilzentren für Selbsthilfe und Bürgerengagement – Vorschlag für ein Förderkonzept“.

 

Die hier formulierten Anregungen fielen auf fruchtbaren Boden, die Stadtteilzentrumsverträge (1. Vertrag 1999-2002, 1. Folgevertrag 2003-2004, 2. Folgevertrag 2005-2007) zeugen davon.

 

In dem Papier wird schon vorgeschlagen, was jetzt Schritt für Schritt realisiert wird: die Zusammenfassung von ‚Förderprogrammen und Einrichtungstypen’, deren Gemeinsamkeit darin besteht, dass sie die Nutzer sozialer Dienste nicht (nur) als Konsumenten sondern (auch) als aktiv Mitwirkende sehen. Damit sollte u.a. eine konzeptionelle Antwort auf die sich abzeichnende Krise des (versorgenden) Sozialstaates gegeben werden. Als geeignete Programme und Typen wurden in dem Papier damals benannt:

 

-         Nachbarschafts- und Familienzentren

 

-         Selbsthilfe-Kontaktstellen

 

-         Förderungen ehrenamtlicher Arbeit und Treffpunkt Hilfsbereitschaft

 

-         Projekte des Erfahrungswissens

 

Wir beurteilen es naturgemäß als ausgesprochen positiv, dass die Entwicklung sich unseren vor mehr als 10 Jahren formulierten Perspektiven annähert.

 

 

2.

 

Durch die Stadtteilzentrumsverträge haben sich die Paradigmen der sozialen Infrastruktur in Berlin spürbar verändert. Nachbarschaftszentren und Selbsthilfekontaktstellen haben in ihrer Gemeinschaft als „Stadtteilzentren“ eine so große Ausstrahlung entwickelt, dass viele Einrichtungen, die traditionell eher einen eindimensionalen Zuschnitt hatten (Jugendfreizeiteinrichtungen, Seniorentagesstätten), beginnen, sich nach dem Vorbild der Stadtteilzentren für unterschiedliche Zielgruppen und unterschiedliche Problemstellungen zu öffnen sowie mehr und mehr freiwilliges bürgerschaftliches Engagement in ihre Arbeit mit einzubeziehen.

 

 

3.

 

Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze:

 

-         Dort, wo die Nachbarschaftshäuser traditionell stark sind, übernehmen sie häufig ehemalige bezirkliche Einrichtungen in ihre Trägerschaft und entwickeln sie unter ihrem Dach zu kleinen multifunktionalen Nachbarschaftstreffpunkten weiter (dabei werden die bisherigen Zielgruppen nicht verdrängt sondern in ein erweitertes Angebotsspektrum mit einbezogen). Hierfür gibt es eine Reihe von Beispielen in Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg.

 

-         In Bezirken, die eigene Förderprogramme nach dem Vorbild des Stadtteilzentrumsvertrages auflegen, wird eher eine Vielzahl kleinerer Träger mit einem vergleichbaren Leistungsspektrum gefördert (Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf).

 

-         Anderswo beobachten wir eine Entwicklung „von unten“, wenn Einrichtungen sich aus eigenem Entschluss und ohne Trägerwechsel auf den Weg machen, ihr Konzept nach dem Vorbild der Stadtteilzentren auszurichten, weil sie die multifunktionale, generationsübergreifende und aufs Gemeinwesen ausgerichteten Einrichtung als zukunftssicheres Modell sehen. Von den 37 Nachbarschaftseinrichtungen, die Mitglied unseres Verbandes sind, gehört ca. 1/3 zu dieser Kategorie.

 

-         Auch die „Mehrgenerationenhäuser“, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit diesem Jahr bundesweit fördert, sind in der Regel bestehende Einrichtungen, die unter dem neuen Fördergesichtspunkt ihr Spektrum um zusätzliche Zielgruppen und zusätzliche Angebote erweitern.

 

-         Unter dem Gesichtspunkt der Verstetigung von Bürgeraktivierung sind auch in Quartiersmanagementgebieten, in denen es bis dahin keine Nachbarschaftshäuser gab, Gemeinschaftseinrichtungen nach dem Vorbild der Stadtteilzentren entstanden (Friedrichshain-Kreuzberg, Mitte).

 

 

4.

 

Die positive Entwicklung hat viel mit dem Stadtteilzentrumsvertrag zu tun, aber sie war nur möglich, weil der Vertrag mit neuen Sichtweisen in anderen Bereichen korrespondierte:

 

-         die Wiederentdeckung des Gemeinwesens als Ort, in dem sowohl Probleme als auch Lösungen zu finden sind (eine entsprechende Sicht der Dinge ist sowohl Grundlage der Interventionsstrategien des Quartiersmanagements als auch der „Sozialraumorientierung“, die landesweit als neues Organisations- und Handlungskonzept der Jugendhilfe entwickelt wurde (und wird)

 

-         eine sozialräumliche Betrachtung sozialer Problemlagen wurde ebenfalls begünstigt durch die kleinteiligere Verarbeitung statistischer Daten (Einheit „Verkehrszellen“ statt „statistischer Gebiete“): der Sozialstrukturatlas und das Monitoring „Soziale Stadtentwicklung“ machen auf soziale Verwerfungen mit einer sozialräumlichen Dimension aufmerksam und legen die Entwicklung sozialräumlicher Lösungsansätze nahe.

 

 

5.

 

Die Arbeitsteilung und Zusammenarbeit zwischen den Fachverbänden und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband hat sich bewährt. Im ersten Stadtteilzentrumsvertrag wurden die Fachverbände, die nach ihrem Selbstverständnis vor allem die (freiwillige) konzeptionelle Weiterentwicklung ihrer Mitgliedseinrichtungen „von unten“ befördern wollen, einer harten Belastungsprobe ausgesetzt, als sie gleichzeitig in die Pflicht genommen wurden, landespolitische Vorgaben gegenüber ihren Mitgliedern „von oben“ durchzusetzen. Unter den Bedingungen der Folgeverträge, in denen der Paritätische Wohlfahrtsverband die Rolle als Vertragspartner des Landes und Zuwendungsgeber gegenüber den Projekten wahrnimmt, können sich die Fachverbände auf ihre inhaltlichen Aufgaben konzentrieren. Für die immer wieder notwendigen Abstimmungs- und Aushandlungsprozesse zwischen „oben“ und „unten“ erweist sich die zusätzlich eingezogene Ebene als segensreich.

 

 

 

Berlin, den 30.10.2007

 

 

Dr. Herbert Scherer

 

Geschäftsführer

 

 

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