Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle

Wir informieren über Selbsthilfe in Berlin.

a2_.jpg
d2.jpg
h2-2.jpg
j7.jpg
Sparbuechse.jpg

SEKIS - Archiv

Geschichte und Geschichten aus mehr als 30 Jahren SEKIS

Im Archiv hinterlegen wir Informationen und Materialien aus den zurückliegenden Jahren, die beispielhaft verschiedene SEKIS-Aktivitäten zeigen.

Berliner Selbsthilfe-Kongress 2012

Selbsthilfe 2.0 - Von der sozialen Bewegung zum Social Network? 

Themen

  • Organisationsformen und Interessenvertretung der Selbsthilfe im Wandel
  • Autonomie und Verantwortung – Über den Umgang mit Krankheit und Information
  • Selbsthilfe und Migration - Selbsthilfeaktivierung von Menschen mit Migrationshintergrund         
  • Selbsthilfe und Pflege  Herausforderungen für die Selbsthilfe durch den Generationenwandel

Selbsthilfe ist eine gesellschaftliche Bewegung mit hoher sozialer Bindekraft, die von ‚soziale Nähe‘, ‚Wiedererkennung im Anderen‘ und ‚konkreter alltagsnaher Hilfe‘ lebt. Diese Elemente sind für die Herausforderungen des Sozialen durch den Generationenwandel und die technologischen Veränderungen, die mehr und mehr in unser aller Lebensalltag hineinwachsen, von unverminderter Bedeutung. Das Wissen um diese Bedeutung ist zum Glück Bestandteil der sozialen Diskurse und der Politik.
Dennoch vollzieht sich derzeit ein Kulturwandel in den sozialen Strukturen und Netzen, der von den Akteuren noch nicht wirklich realisiert wird und den es daraufhin zu prüfen gilt, was er für die Selbsthilfe bedeuten kann. Selbsthilfe als soziale Kultur ist Quelle für individuelle Stabilität, weil Gruppen Halt und Orientierung bieten können.
Immer dann, wenn diese Kraft, die aus der gemeinsamen Bewältigung von Problemen erwächst, auch zu gemeinsamer Interessenvertretung führt, wird die Selbsthilfe für die Politik und die Gestaltung der Versorgung zum wichtigen Partner.
Aber: Die Bedingungen für diese Beteiligung und die Vertretung eigener Interessen werden in der Gesellschaft gerade neu definiert:

Virtuelle soziale Netzwerke sind die Kommunikationsform der „Jungen“, die ihr Wissensbedürfnis und ihren Veränderungswillen nicht mehr in „Gruppen“ tragen. Austausch und soziale Nähe findet heute auch im virtuellen Raum statt.
Aktive und Engagierte in der Selbsthilfe werden – wie die gesamte Gesellschaft auch – immer älter, so dass auch die Selbsthilfe selbst sich dem Gernationenwandel stellen muss.
Dazu kommt, dass sich die politische Wirkkraft der Selbsthilfe heute vor allem auf zwei große Themenfelder konzentriert: einerseits auf die Diskussionen der Verbände behinderter Menschen für neue Formen der Teilhabe nach der UN-Behindertenkonvention und andererseits auf die Patientenbeteiligung in wichtigen Gremien der Gesundheitsversorgung.

Und schließlich: Je erfolgreicher eine Selbsthilfeorganisation die Betroffenen zu einem Thema vernetzen und vertreten kann, um so interessanter werden sie für Vermarktungsinteressen von Wirtschaftsunternehmen. Kooperationsangebote schaffen Anerkennung und Finanzierung, stellen die Selbsthilfe aber vor Glaubwürdigkeits- oder Neutralitätsprobleme.

Was sind Reaktionsformen der Selbsthilfe auf diese gesellschaftlichen Veränderungen und wie stellt sie sich auf diese Wandlungsprozesse ein?

Wie kann eine glaubwürdige und wirkungsvolle Interessenvertretung und das gemeinsame Auftreten für die Anliegen der Selbsthilfe gestärkt werden?

P1010119.JPG
P1010210.JPG

Berliner Selbsthilfe-Kongress 2010

ÜBER LEBENS NETZE

Selbsthilfe in lokalen und virtuellen Netzen - Herausforderungen an eine bewährte Hilfeform - April 2010

Themen:
  • Engagement und Selbsthilfe im Alter - Kann man lokale Netze der Hilfe inszenieren?
  • Neue Medien und virtuelle Netze - Selbsthilfe im Web2 
  • Selbsthilfe Partner oder Dienstleister ?  Qualitätserwartungen an die Selbsthilfe
Sek04.10-221.jpg

An die Selbsthilfe werden viele Erwartungen herangetragen.
Sie soll Betroffenen verlässliche Stütze geben, eine wichtige Ergänzung der Sozial- und Gesundheitsversorgung sein, Beteiligung in politischen Gremien sicherstellen und sich dem Generationenwandel stellen:
Menschen werden immer älter und sind neben der Familie, Nachbarschaft und beruflicher Hilfe zunehmend auch auf informelle Hilfeformen und freiwillige soziale Netzwerke angewiesen.
Auch in den klassischen Selbsthilfegruppen und Organisationen werden die Menschen immer älter. Die Übergabe von Erfahrung, Wissen und Verantwortung an eine nächste Generation gelingt nicht immer. Junge Leute organisieren sich ihre Kontakte und den Austausch von Wissen zu erheblichen Teilen im Internet. Virtuelle Netze im Internet in sozialen Communities werden zur zweiten Lebenswelt. Blogs und Chats ersetzen die Begegnung, sind aber subjektiv genauso hilfreich. Einrichtungen, Organisationen und die Politik  stellen immer konkreter Erwartungen an die Leistungsfähigkeit und Qualität der Selbsthilfe. Selbsthilfe wird als Dienstleistungsangebot wahrgenommen.
Was haben diese Entwicklungen miteinander zu tun?
Kann man die Akteure dieser Welten aus Jung und Alt zusammenbringen?
Was haben sie sich zu sagen angesichts der vielen Erwartungen?

Qualität in der Pflege aus Nutzerperspektive 2007

Im  Jahr 2007 hat die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Dr. Knake-Werner einen Runden Tisch Pflege ins Leben gerufen, mit dem sie eine Initiative für mehr Qualitätsinformationen über Pflegeeinrichtungen gestartet hat. SEKIS hat dazu die Nutzer-Perspektive beigetragen.

212_1274.JPG

In einem Arbeitskreis haben sich Nutzerinnen und Nutzer, Vertreter von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Seniorensprecher und -sprecherinnen und Mitglieder aus Selbsthilfegruppen in einem zusammengesetzt, um ihre Erwartungen an die Darstellung der Leistungen von Pflegeeinrichtungen zu formulieren.
Das Ergebnis ist ein Katalog mit Erwartungen an die Informationsgestaltung. Im Mittelpunkt dieser Anforderungen stehen Kriterien dafür, die denjenigen, die eine gute Pflegeeinrichtung suchen helfen, eine Wahl-Entscheidung zu treffen.

Download_Broschüre: Anforderungen an die Informationen zu Pflegeienrichtungen

    Checkliste: Qualität der Beratung für Selbsthilfegruppen

    Viele Gruppen verstehen ihre Arbeit auch als Beratungstätigkeit.
    Meist wird der Erfahrungsaustausch untereinander als Gruppenberatung wahrgenommen. Es besteht aber auch eine große Bereitschaft zur Weitergabe des gesammelten Expertenwissens aus Erfahrung an Dritte ander betroffene außerhalb der Gruppe oder an Kooperationspartner weiterzugeben.

    Um diese Arbeit auch zu reflektieren, ist im Dialog mit Gruppen folgende Checkliste zur Selbsthilfeberatung entstanden.

    Fachtagung: Engagement - Beteiligung - Mitwirkung 2007

    Aspekte einer Kultur der Engagementförderung in Stadtteilzentren
    Selbsthilfe, Stadtteilzentren und Ehrenamtsförderung als Partner

    r9-4.JPG

    Die Förderung von Bürgerschaftlichem Engagement, Selbsthilfe und Eigeninitiative, freiwilliger Arbeit und Ehrenamt sind die Aktionsfelder, die in nahezu allen politischen Zieldefinitionen einen hohen Rang einnehmen. Ihre Anregung und Unterstützung gilt als vornehme Aufgabe der Gesellschaftspolitik. Demokratie und aktive Zivilgesellschaft sind - so die These - zwei Seiten einer Medaille.
    Oft sind die Appelle an Einzelpersonen oder Institutionen jedoch mit sehr hohen Erwartungen beladen und die große politische Bedeutung überfrachtet manchmal die realen Handlungschancen. Auch für Berlin werden neue Konzepte für eine Förderung des Engagements immer wieder neu angemahnt und diskutiert.
    Was also sind Möglichkeiten einer wirkungsvollen und lebendigen Engagementförderung für Berlin? Welche Elemente kann die Idee von Stadtteilzentren als Knoten für die Weiterentwicklung beitragen?

    Dieser Frage stellen sich die Partner im trio:
    SEKIS - Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle
    Verband für sozialkulturelle Arbeit - Dachverband der Nachbarschaftszentren
    Treffpunkt Hilfsbereitschaft  - Landesfreiwilligenagentur
    mit einem ersten gemeinsamen Beitrag zur Förderung von Engagement und Eigeninitiative in Berlin.

    Expertendialog Selbsthilfe und Depression 2006

    Das Verhältnis von Selbsthilfe und professioneller Versorgung stand im Mittepunkt eines Dialoges, das Betroffene und Fachleute zu einem Thema ins Gespräch bringen sollte, von dem Viele davon ausgehen, dass Hilfe ohne fachliche Anleitung nur schwer möglich ist. 123 Mitglieder aus Selbsthilfegruppen, Expeten aus der psychiatrischen und psychotherapeutischen Beratung, aus Krisendiensten und Kontaktstellen nahmen daran teil.
    r3.JPG

    Der Expertendialog bestätigte die besondere Bedeutung der Selbsthilfe als festen Bestandteil im Hilfeangebot für Menschen mit Depression und Angsterkrankungen:

    Angesichts der enormen Zunahme von depressiven Hilfesuchenden war es das Ziel der Veranstaltung zu klären, wie die Laienhilfe und Betroffenenperspektive ergänzen, welche fachlichen Ansätze und Hilfekonzepte sie haben und welche Unterstützung die beiden Seiten sich geben können. Besonders anschaulich konnten die Mitglieder aus Selbsthilfegruppen zeigen, dass sie in sehr unterschiedlichen Formen der Gruppenarbeit einen eigenen Beitrag zur Krankheitsbewältigung leisten können. Als Laien und Betroffene sind sie in der Lage, sehr konkrete ergänzende Hilfe zu leisten, die eine klinische, therapeutische oder temporäre professionelle Intervention nicht bieten kann :

    • kontinuierliche wechselseitige Unterstützung im Alltag bis in die private Sphäre
    • Stabilisierung in den wechselnden Stimmungsphasen durch die Tatsache, dass die Mitglieder eine Gruppe meist zeitversetzt in krisenhaften oder stabileren Phasen ihrer Krankheit sind und sich dann abwechselnd stützen und „tragen“ können
    • Therapeutische Wirkung der Tatsache, für andere eine Bedeutung zu haben
    • Austausch über Erfahrungen mit fachlicher Hilfe und Medikamenten
    • Lernfeld für die Übernahme von Selbstverantwortung
    • Sich Wiedererkennen im Gegenüber und Aufhebung der Isolation
    • Die besonderen Formen der Zusammenarbeit von Angehörigen und Betroffenen in Selbsthilfe

    Auffällig war, dass viele Gruppen über einen langen Zeitraum bestehen und die Betroffenen offensichtlich Wege finden, das Erfahrungswissen immer wieder auch an andere, neue Mitglieder weiterzugeben und damit einen „Generationenwechsel“ zu gewährleisten. Eine besondere Rolle übernehmen in den Gruppen die Kontaktpersonen, die sich selber oft auch Gruppenleiter/in nennen. In der überwiegenden Mehrzahl sind dies aber keine Fachleute (Therapeuten, Sozialarbeiter/innen), sondern erfahre Betroffene.

    Für die Stabilität der Gruppe ist die Unterstützung der Kontaktpersonen daher sehr wichtig. Diese Aufgabe übernehmen die Berliner Selbsthilfekontaktstellen mit eigenen Fortbildungsangeboten.  

    Deutlich wurde bei dem Dialog, dass Selbsthilfe auch von den Fachleuten als wichtiger Baustein der Versorgung von Menschen mit Depression angesehen wird.  Von beiden Seiten wurde der Wunsch bekräftigt, das Wissen übereinander zu vertiefen. Dies soll durch Veranstaltungen von SEKIS gewährleistet werden:

    • Supervisionsangebote für Kontaktpersonen in Selbsthilfegruppen für Menschen mit Depression
    • Regelmäßige Informationsangebote über die Hilfemöglichkeiten im Bereich der Psychiatrie, der psychosomatischen Medizin, der Therapeutischen und psychologischen Versorgung und im Feld der sozialen Dienste
    • Möglichkeiten der Gesundheitsförderung und Prävention (z.B. Vorstellung der Wirkungsmechanismen von Bewegung und Depression am Beispiel der Lauftrainings)
    • Neue Formen der Zusammenarbeit im Berliner Bündnis gegen Depression

    Auch die Selbsthilfe will ihre eigenen Vernetzungsformen intensivieren und ein Selbsthilfenetzwerk Berlin-Brandenburg gründen.
    Der SEKIS Expertendialog war aber auch eine Gelegenheit dafür, auf zahlreiche fachliche Defizite in der Hilfe für Menschen mit Depression und Angsterkrankungen hinzuweisen:

    • Unzureichende Angebote einer integrierten Versorgung zwischen stationären Angeboten in der Psychiatrie und der ambulanten Hilfe
    • Fehlende Informationen über therapeutische Hilfeangebote
    • Fehlende Unterstützung bei der Suche nach angemessener therapeutischer oder tagesstrukturierender Hilfe
    • die unzureichende Finanzierung der Psychotherapie von Betroffenen mit seelischen Erkrankungen
    • fehlende finanzielle, rechtliche und soziale Gleichstellung psychisch Kranker mit somatisch Kranken
    • die Notwendigkeit von ausreichenden Möglichkeiten nicht-stationärer Krisenintervention und Krisenbegleitung sowie aufsuchende Dienste in allen Bezirken
    • die Entwicklung externer betroffenen- und angehörigenkontrollierter Qualitäts- und Bewertungskriterien

    Forschung für die Selbsthilfe

    SEKIS war Gründungsmitglied des Berliner Forschungsverbundes Public Health, aus den später das Zentrum Public Health hervorgegenen ist. In diesem Rahmen wurden mehrere Forschungsprojekte durchgeführt.

    Über die Zusammenarbeit von Selbsthilfe mit Professionellen

    Wie arbeiten Selbsthilfe und Gesundheitssystem zusammen, wo gibt es zentrale Berührungspunkte, wo gibt es Konflikte und wie kann Kooperation, dort wo sie notwendig und sinnvoll ist und von beiden Seiten gewünscht wird, verbessert werden? Dies waren die Hauptfragestellungen unserer Studie, der es um eine empirische Beschreibung des existierenden Realität von Kooperation sowie um eine Klärung der Voraussetzungen für gelingende, d.h. erfolgreiche, sinnvolle und hilfreiche Kooperationsbeziehungen zwischen Selbsthilfe (Gruppen, Projekte und Organisationen) und Akteuren im System der professionellen Gesundheitsversorgung ging. Auf der Grundlage der Ergebnisse stellen wir einige Schlussfolgerungen für eine wirkungsvolle Zusammenarbeit zwischen beiden Bereichen vor und skizzieren Möglichkeiten einer gezielten fachlichen Unterstützung von Kooperation seitens sogenannter Brückeninstanzen, wie z.B. Selbsthilfekontaktstellen.

    Selbsthilfegruppen als Instanzen der Patienteninformation

    Vorschläge zur Dokumentation  von Leistungs- und Qualitätsaspekten der Selbsthilfe
    Autoren: Monika Hey Karin Stötzner   |  Mitarbeit: Stephan Bockhold und Andreas Heil
    Gefördert durch den BKK Bundesverband
    Berlin 2003

    Patienten-Forum: Berliner Mängelliste

    Anforderungen der Selbsthilfe und von Patienten an die Qualität der medizinischen Versorgung.

    In den Jahren 1999 und 2003 hat sich das Berliner Patienten-Forum und das Plenum der Berliner Selbsthilfe damit beschäftigt, eigene Erfahrungen in der medizinischen Versorgung zusammenzutragen und daraus Kriterien zu entwickeln, wie eine bessere, an den Bedürfnissen der Nutzerinnen und Nutzer orientierte Versorgung aussehen müsste.
    Das Instrument, diese Bedürfnisse und Anforderungen zu formulieren, wurde
    Berliner Mängelliste genannt.
    In regelmäßigen Befragungen der Gruppen wurden die Kritikpunkte und daraus abgeleitet, die Forderungen formuliert.

    Berliner Arbeitskreis Patienteninformation 2002

    Selbsthilfegruppen sind meist Initiativen, die sich explizit mit Patientenanliegen beschäftigen. SEKIS hat diese Themen aufgegriffen und den Betroffenen eine Plattform zur Interessenvertretung geschaffen. So wurde 2002 der Arbeitskreis Patienteninformation mit dem Ziel gegründet, die Information zu Versorgungsangeboten im Gesundheitswesen transparenter, patientenverständlicher und besser an ihren Bedürfnissen zu orientieren.

    l1.jpg

    Um zur Verbesserung der Information von Patientinnen und Patienten in Berlin beizutragen, hat sich am 23. April 2000 der ‚Berliner Arbeitskreis Patienteninformation' konstituiert.
    Auf Initiative der Selbsthilfe-Kontakt- und Informationsstelle Berlin (SEKIS) und der Ärztekammer Berlin wurden Vertreter folgender Institutionen des Berliner Gesundheitswesens eingeladen, die Patientinnen und Patienten mit Informationen über den Umgang mit Gesundheit und Krankheit versehen:
    Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Berlin Berliner Forum Patienteninteressen Berliner Krankenhausgesellschaft Berliner Krebsgesellschaft Gesundheit Berlin e.V. Kassenärztliche Vereinigung Berlin Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Stiftung Warentest Patiententelefon der Theodor-Springmann-Stiftung und die Verbraucherzentrale Berlin e.V. Informationen für Patienten gibt es unübersehbar viel. Da die Mehrzahl der Akteure jedoch thematische Schwerpunkte hat oder nur ein spezifisches ‚Kompetenzsegment' bedient, ist es für Patienten schwierig, sich gerade bei komplexeren Fragen im Dschungel der Anbieter noch zurechtzufinden. Dazu kommt, dass es offensichtlich eine erhebliche Diskrepanz zwischen Informationsbedürfnissen der Patienten einerseits und den konkreten Antwortmöglichkeiten der Beratungseinrichtungen andererseits gibt. Zur Lösung dieses Problems wollte der Berliner Arbeitskreis Patienteninformation einen Beitrag leisten. Seine Ziele waren mehr Transparenz im Bereich Patienteninformation, dafür die relevanter Akteure zu verknüpfen und in dieser Debatte die Patientenbedürfnisse und Nutzeranliegen stärker zu berücksichtigen. Das Besondere an diesem Arbeitskreis ist die Tatsache, dass fachlich-professionelle Institutionen mit Initiativen von und für Patienten an einem Tisch sitzen.  
    Zunächst wurde eine Erhebung zu den bestehenden Angeboten der Patienteninformationen gemacht, um allen Akteuren im Gesundheitswesen einen Überblick über den Ist-Zustand zu verschaffen. In einem zweiten Schritt wurde kontinuierlich daran gearbeitet, wie das Wissen über die Qualität dieser Information und zur Qualität der Leistungsanbieter selbst Patienten-orientiert zur Verfügung gestellt werden kann.   In einer gemeinsamen Veranstaltung von SEKIS, dem Berliner Forum Patienteninteressen - BFP, dem Gesundheitslotsendienst der KV Berlin und der Ärztekammer Berlin fand am 9. März 2002 in Berlin ein Expertendialog zum Thema Bedarf und Qualität von Patienteninformation aus Nutzersicht  statt.  
    Mitglieder des Arbeitskreises wurden eingeladen, an der Überarbeitung de Patienteninformation der KV Berlin mitzuarbeiten.
    Aus dem Kreis der Aktiven ist später das Berliner Forum Patienteninteressen entstanden.

    Selbsthilfe im Wandel

    Dokumentation einer Klausurtagung der Berliner Selbsthilfe-Kontaktstellen 2008
    Titel_Selbsthilfe_im_Wandel.jpg

    Diskurse zu den Themen:

    Herausforderung der Selbsthilfe und der Selbsthilfe-Unterstützung
    Autonomie und Eigenverantwortung
    Selbsthilfe und Migration
    den Generatioenenwandel in der Selbsthilfe bewältigen
    Neue Formen der digitalen Selbsthilfe im Internet
    Selbsthilfe und bürgerschaftliches Engagement
    Methoden für die Selbsthilfe-Unetrstützung
    - Prozessanalysen in Gruppen

    Ausstellung im U-Bahnhof Alexanderplatz 2001

    Im Jahr 2001 hat SEKIS auf Anregeung und gemeinsam mit dem Künsterpaar Renata Stih und Frieder Schnock ein Kunstprojekt im Bahnhof Alexanderplatz zu den Themen der Selbsthilfe realisiert.

    Zu dieser Zeit waren die 4 x 5 Meter großen Palkatwände noch für Kunstprojekte reserviert und so konnten auf 20 Plakatwänden eine Installation realisert werden.
    Mit provokannten Stichworten wie "vergessen" (demenz) oder "Kotzen" (Bullimie) wurde unter dem Titel "Einladung" (zum Mitmachen) auf Themen und Angebote der Selbsthilfe aufmerksam gemacht.

    j7.jpg
    j1.jpg
    j3-1.jpg
    j8.jpg

    Eröffnung von SEKIS 1983

    Die Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle SEKIS wurde im April 1983 durch den damaligen Sozialsenator Ulf Fink eröffnet.
    Als historisches Dokument zur Debatte um Selbsthilfe in den 80er Jahren finden Sie in der Anlage die Rede von Lucas Möller:

      Straßenkarte - SEKIS Standort

      Gefördert wird SEKIS durch die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales
      (für die Selbsthilfe-Kontaktstelle)
      sowie durch die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Berlin

      (für den Bereich Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung und Kontaktstelle PflegeEngagement)

      Logo-Senatsverwaltung GS Berlin

      Einen erheblichen Teil der Förderung übernehmen auch die Gesetzlichen Krankenkassen und ihre Verbände:
      AOK Nordost, BiG dirrekt gesund, BKK Landesverband Mitte, Knappschaft und Ersatzkassen im VdeK.

      Logos der Krankenkassen